Online-Bewerbung ab sofort möglich – Qualitätssiegel für intelligente Sprachsysteme wird zum fünften Mal vergeben Bad Homburg/Wiesbaden/Saarbrücken, 01.04.2008 – Die Voice Awards gehen in die fünfte Runde. Auch in diesem Jahr prämiert die Initiative Voice Business im Rahmen der Voice Days die besten Sprachdialogsysteme, Telefondienste, die per Sprache gesteuert werden. Anbieter und Betreiber von Sprachdialogsystemen können ab sofort online unter www.voiceaward.de/anmeldung ihre Favoriten anmelden. Diese Frist endet am 31. Mai.
Die eingereichten Vorschläge werden zunächst in einem umfangreichen Testverfahren im Testlabor des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) herstellerneutral und nach praxiserprobten Verfahren „auf Herz und Nieren“ geprüft. Eine Expertenjury unter Vorsitz des DFKI-Leiters Professor Wolfgang Wahlster trifft dabei die Auswahl der besten Dienste, die auf den Voice Days, die in diesem Jahr am 15. und 16. Oktober in den Wiesbadener Rhein-Main-Hallen stattfinden, prämiert werden.
„Die Bewertung der Anwendungen auf Basis unseres mehrdimensionalen Scoring-Modells ist inzwischen ein Gütesiegel für Sprachdialogsysteme. Über 150 Dienste wurden in den vergangenen Jahren nach diesem auf anerkannten Qualitätsstandards basierenden Verfahren getestet“, sagt Bernhard Steimel, Mitbegründer der Initiative Voice Business und verantwortlich für die Durchführung des Voice Awards. „Aber wir verlassen uns nicht nur auf die Testergebnisse: Mit unserer Jury aus Fachexperten stellen wir sicher, dass in alle Bewertungen übergreifendes Fachwissen aus Marketing, VUI-Design, Technik sowie natürlich aus der Call Center- und Unternehmenspraxis mit einfließen. Nur Anwendungen, die aus allen diesen Blickrichtungen überzeugen, werden sich bei den VOICE Awards durchsetzen“, betont Steimel.
Defizite, die bei Sprachanwendungen im Vorjahr festgestellt wurden, sollen beim diesjährigen Wettbewerb ausgemerzt sein, so die Veranstalter. „Ein wichtiger Effekt unserer Benchmarks zeigt sich darin, dass in etlichen getesteten Sprachdialogsystemen aufgrund der im letzten Jahr aufgedeckten Schwachstellen nun gezielt das Dialogmanagement, das inhaltliche Sprachverstehen und die Sprachsynthese optimiert wurden“, sagt Professor Wolfgang Wahlster, der auch Schirmherr der Initiative Voice Business ist.
Jurymitglied Klaus-Dieter Liedtke vom Vorjahrespreisträger T-Mobile beschreibt die Anforderungen von Unternehmen an gute Sprachanwendungen: „Unternehmen knüpfen ganz konkrete geschäftliche Erwartungen an den Betrieb von Sprachanwendungen. Mit unserem Engagement in der Jury wollen wir Anwendungen vor allem vor dem Hintergrund der tatsächlich erreichten geschäftlichen Zielsetzungen bewerten, um so die besten Geschäftsmodelle für die Sprachautomatisierung im Unternehmen transparenter zu machen.“
Tom Houwing, international angesehener Dialogdesigner, gilt als Wegbereiter des User-zentrischen Dialogdesigns und bewertet die eingereichten Dienste in der Jury unter dem Aspekt der Nutzerfreundlichkeit. „Eine gute Nutzerschnittstelle bietet nicht nur ein angenehmes Dialogerlebnis, sondern muss auch die psychologischen und soziologischen Erwartungen ihrer Anrufer bedienen. Der unbestrittene Wert des Gütesiegels Voice Award speist sich besonders auch daraus, dass wir in unserem Verfahren eben nicht nur technische und wirtschaftliche Kriterien bewerten, sondern ganz dezidiert auch die Nutzerschnittstelle genauestens analysieren.“
Alle für den Voice Award 2008 nominierten Anwendungen werden im „Testbericht – Die besten deutschen Sprachanwendungen“ vorgestellt. Teilnehmer des Voice Award und Besucher der Voice Days erhalten die im Okober erscheinende Studie kostenfrei und bekommen so einen einzigartigen Einblick in die Performance-Werte der besten deutschsprachigen Sprachanwendungen.
Weitere Informationen: www.voiceaward.de
Hintergrundinformationen
Die Jury vergibt VOICE Awards in den folgenden fünf Kategorien: Der „Best Practice Award“ prämiert die beste deutschsprachige Sprachapplikation, der „Best Innovation Award“ die Sprachapplikation mit der fortschrittlichsten technischen Umsetzung. Der „Best Enterprise Service“-Award wird für die beste Sprachautomatisierung von Kunden- und Unternehmensprozessen verliehen, wobei besondere Bedeutung der „User Experience“, also der Qualität der Nutzerschnittstelle zukommt. Der „Best Value-Added Service“ prämiert den besten sprachaktivierten öffentlichen Telefondienst bzw. das beste kostenpflichtige Sprachportal vor dem Hintergrund der „Caller Acceptance“, also des wirtschaftlichen Nutzens dieser Anwendung. Der „Jubiläums-Award“ wird für die Sprachapplikation vergeben, die in den letzten fünf Jahren einen wesentlichen Beitrag zur Akzeptanzsteigerung bei Nutzern wie Entscheidern geleistet hat.
Die Jury unter Leitung von Prof. Dr. Dr. mult. h.c. Wolfgang Wahlster vom DFKI, Schirmherr der Initiative VOICE BUSINESS, setzt sich zusammen aus Christian Thunig, stellvertretender Chef-Redakteur der Absatzwirtschaft, Manfred Stockmann, Präsident des Call Center Forum e.V., Klaus-Dieter Liedtke, Abteilungsleiter IVR, T-Mobile und Präsident der Voice Messaging Association (VMA) sowie den Beratern Tom Houwing, voiceandvision (VUI-Design) und Mario Ellebrecht, me professional services (Technik).
Alle Teilnehmer an den VOICE Awards müssen ihre Favoriten bis zum 31. Mai unter www.voiceaward.de/anmeldung anmelden. Vom 1. Juni bis 15. Juli werden alle Anwendungen, die die Teilnahmebedingungen erfüllen, ausführlich getestet. Am 1. September gibt die Jury die für die Endausscheidung nominierten Applikationen bekannt, aus denen sie die Sieger wählt, die am 15. Oktober auf den VOICE Days 2008 in den Rhein-Main-Hallen, Wiesbaden während einer feierlichen Abendgala prämiert werden.
Weitere Infos zu den Voice Days 2008 unter www.voicedays.de